Jodo
Jodo - hier im Verein
Unter Jodo versteht man den Kampf mit einem etwa 128 cm langen Hartholzstab, der unter anderem zur Verteidigung gegen Schwerter eingesetzt wird.
Nach mehreren Besuchen des Iaido-Jodo-Kendo-Battodo - Seminars der AKA mit Jean-Pierre Réniez wurde Jodo 2006 unter der Anleitung von Soke Dr. Wolfgang Schneider in das Kenjutsu-Training aufgenommen.
Das Training umfasst folgende Teilaspekte:
- Grundschule
- Kata (festgelegte Abfolge verschiedener Grundtechniken)
- Partnerübungen
Jodo - Allgemein
Eine Legende aus dem 17. Jhdt lautet:
Jojutsu entstand nachdem der Samurai Muso Gonnosuke eine schwere Niederlage gegen den Schwertkämpfer Miyamoto Musashi erlitten hatte.
In der Einsamkeit eines shintoistischen Schreins entwickelte er ein neues Kampfsystem mit einer neuen Waffe, dem 128 cm langen Holzstock (Jo). Damit brachte er Myamoto Musashi seine erste und einzige Niederlage bei.
Das von Muso Gonnosuke entwickelte Shindo Muso Ryu Jojutsu blieb ein komplexes, lebendiges System und erfuhr somit in den Jahrhunderten seines Bestehens zahlreiche Veränderungen und Ergänzungen.
Wie auch in vielen anderen Kampfkünsten erfolgte eine Weiterentwicklung der tatsächlichen Kampftechniken (Jutsu) zu Übungsabläufen die der Förderung des eigenen Selbst dienen sollen (Do).
Jodo umfasst Stöße und Schläge auf verschiedene Körperteile des Gegners.
Der Holzstab, welcher länger als das typische japanische Schwert, jedoch aber auch kürzer als eine Langwaffe ist, ermöglicht eine effektive Verteidigung gegen Waffen aller Art.
Im Training wird meist die Paarung Holzschwert und Jo verwendet.
Während der Lehrer mit dem Holzschwert die Techniken lehrt, kann der Schüler sich sogleich mit ihrer Anwendung vertraut machen.
Wie auch im Schwertkampf wurde im letzten Jahrhundert ein Regelwerk zur Grundschule und zu den Kata der Kampfkunst erarbeitet, welches unter dem Namen Setei Jo Verbreitung in der ganzen Welt fand.
